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Buchrezension 3

Buchrezension 3

 

Wampfler, Philippe: Generation „Social Media“. Wie digitale Kommunikation Leben, Beziehungen und Lernen Jugendlicher verändert. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, 2014.

ISBN: 9783525701683

EUR: 19,99

Thema:

Mit diesem Buch versucht der Autor die Auswirkungen digitaler Kommunikation auf Kinder und Jugendliche  zu analysieren. Die Angst, dass der Einfluss neuer Medien die körperliche, seelische und soziale Entwicklung der jungen Generation negativ beeinflussen kann, ist groß. Ziel dieses Buches ist nicht nur die Resultate der Forschungsergebnisse zu diesem Thema zu präsentieren, sondern ein Anstoß zu sein, Bedürfnisse und Perspektiven Jugendlicher ernst zu nehmen.

Autor:

Philippe Wampfler unterrichtet an der Kantonsschule Wettingen/Schweiz Deutsch, Philosophie und Medienkunde. Er setzt sich publizistisch und mit seinem Blog intensiv mit Social Media auseinnander.

Inhalt:

Schon in der Einleitung beschäftigt sich der Autor mit solchen Themen wie Medienwandel in der historischen Perspektive, Digitale Kommunikation und Generation „Social Media“. Dabei geht er kritisch mit dem Gebrauch des Begriffs „Generation Social Media“ um und versucht die Mediennutzung aus der Perspektive der Jugendlichen zu betrachten. Interessant erscheinen seine Überlegungen hinsichtlich der menschlichen Wahrnehmung und Konstruktion der Realität und der Gedanke, dass alle Medien zur Erweiterung der begrenzten menschlichen Fähigkeiten beitragen, aber andererseits die Menschen auch versklaven und kontrollieren können. Das ganze Buch ist der Analyse dieser widersprüchlichen Aspekte gewidmet. Wie wirken die Medien auf den Körper und Geist, auf das Wohlbefinden, auf die Aufmerksamkeit und Gedächtnis? Der Autor versucht diese Fragen zu beleuchten, wobei er die Ergebnisse der Hirnforschung mit einbezieht. Er setzt sich kritisch mit der Beeinflussung der Schlafqualität, der schulischen Leistungen und mit dem Thema Mediensucht auseinander. Wie beeinflussen die neuen Kommunikationstechnologien menschliche Beziehungen? Im 3. Kapitel wird diese Frage diskutiert. Die Möglichkeiten, wie Menschen ihre wirtschaftlichen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse befriedigen, sind gewandelt. Neben  der zunehmenden Komplexität, Einsamkeit und Unverbindlichkeit entfalten sich jedoch neue, früher als unmöglich geltende Chancen, wie z.B. die Gleichgesinnten auf der ganzen Welt  zu finden und ein eigenes Netzwerk aufbauen zu können. Gerade diese Möglichkeiten können den Jugendlichen bei der Suche nach einer eigenen Identität helfen. Viele Einflüsse scheinen nicht eindeutig negativ zu sein, sondern stellen gleichzeitig eine Chance und Herausforderung dar. Das versucht der Autor mit diesem Buch deutlich zu machen. Im 4. Kapitel diskutiert der Autor über ein neues Lernen, welches dank der neuen Medien möglich wird. Vor- und Nachteile werden beleuchtet aber auch die Veränderung der Arbeits- und Lebenswelten als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit wird vor  Augen geführt. Social Medien werden oft als aufklärerisches und emanzipatorisches Mittel verkannt, unterschätzt oder nicht ernst genommen. Dabei bieten sie eine einzigartige Unterstützung von  Bildungsprozessen.

Ein sehr ernst zu nehmendes Thema ist die totale Überwachung im Internet. Die Jugendlichen fühlen sich dieser Tatsache oft hilflos ausgeliefert, deshalb sind Reflexion und der kritische Umgang mit den Medien unumgänglich. Zum Schluss gibt der Autor ein paar konkrete Tipps für den besseren Umgang mit den Medien.

Fazit:

Ein sehr wertvolles Buch mit vielen praktischen Tipps. Empfiehlt sich für Jugendliche und alle Personen, die sich mit dem Thema „Neue Medien“ auseinander setzen möchten. Das Buch hilft, eine nüchterne Sichtweise auf die Medien und ihre Wirkung zu gewinnen und dient als Grundlage für kompetente Nutzung und wirkungsvolle Prävention.

Download-Material unter www.v-r.de

11.1.15 00:12


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Buchrezension 2

Buchrezension 2

 

Demmler, Kathrin; Lutz, Klaus; Ring, Sebastian (Hrsg.): Computerspiele und Medienpädagogik. Konzepte und Perspektiven. München: Kopaed, 2014

ISBN: 9783867361835

EUR: 18,00

Thema:

Wie kann die Medienpädagogik Kinder und Jugendliche beim Umgang mit Computerspielen optimal unterstützen? In diesem Buch versuchen die Autoren sich mit dieser Frage auseinander zu setzen. Aufgrund von pädagogischen Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Projekt MyGames werden  Hintergründe dargestellt und Konzepte beschrieben, welche einen kreativen und vor allem reflektierten Umgang mit Computerspielen fördern. Risiken und Problembereiche werden beleuchtet und die Notwendigkeit des Dialogs zwischen den Generationen betont.

Autoren:

Sebastian Ring  arbeitet am JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München und befasst sich mit interaktiven und digitalen Medien. Seine Projekte: Games Lab, My Games, das europäische Fachaustauschprojekt Gamepaddle. Nebenbei arbeitet er an der Münchener Hochschule für Philosophie an einer Dissertation über die Ethik der Computerspiele.

Kathrin Demmler ist seit 1999 medienpädagogische Referentin am JFF. Arbeitsschwerpunkte sind die Medienarbeit mit Kindern, mobile Medien und Internet sowie Netzwerkprojekte.

Klaus Lutz ist pädagogischer Leiter des Medienzentrums Parabol, Lehrbeauftragter an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg für Medienpädagogik.

Inhalt:

Nach dem Vorwort und der Einführung, in welcher die Frage gestellt wird, ob die Medien Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben unterstützen und ob sie Sozialisationsprozesse positiv beeinflussen können, folgen die Beiträge von verschiedenen Medienpädagogen, die ein sehr breites  thematisches Spektrum präsentieren. Es wird über die Computerspiele als Teil der menschlichen  Kultur diskutiert. Computerspiele bieten die Möglichkeit, für eine kurze Zeit frei zu sein von den Belastungen des Alltags. Das zentrale Motiv bleibt jedoch das soziale Interesse. Die virtuellen Spiele bieten Kontaktmöglichkeiten, Zuwendung und Wertschätzung. Die Nützlichkeit  der Computerspiele für das reale Leben und für Lernprozesse wird von vielen Autoren thematisiert. Außerdem werden das Web 2.0 mit seinen Social Media-Angeboten und verschiedene Games im Social Web beschrieben.  Risiken und Herausforderungen, die mit dem Nutzen von Medien verbunden sind, darf man nicht ausblenden. In vielen Beiträgen werden solche Themen wie Jugendschutz, Persönlichkeitsrechte, Urheberrecht und Verbraucherschutz beleuchtet. Im Kapitel „Der pädagogische Blick auf Spielen und den Wandel der Spielformen“ wird der Bezug von Medien zu den Feldern von Erziehung, Bildung, Sozialisation und sozialer Arbeit diskutiert. Sehr interessant erscheint die Diskussion, ob sich Computerspiele nicht auch für  formale  Bildungskontexte eignen. Lerneffekte von digital game-based learning, aber auch Barrieren beim Einsatz von digitalen Spielen im Schulunterricht werden dabei thematisiert. Im Buch gehen die Autoren auch solche aktuellen Themen wie Moral, Jugendmedienschutz ein. Ein großer Teil des Buches ist den Medienpädagogischen Ideen und Konzepten gewidmet. Die Fragestellung nach Identitätsbildung und der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben werden handlungsorientiert und kreativ aufgegriffen, reflektiert und in Form medialer Produkte zum Ausdruck gebracht.

Fazit:

Dieses Buch ist absolut empfehlenswert für alle Erzieher_innen, Lehrer_innen, Sozialpädagogen_innen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Es bietet wertvolle Informationen über die modernen Erscheinungen der Medienwelt, stellt philosophische Fragen und fördert einen aktiv-kreativen und auch kritisch-reflektierenden Umgang mit Computerspielen.

 

6.1.15 23:06


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